Bericht Motorradgottesdienst vom 23. April 2017

9. Motorradgottesdienst der Ev. Chrischona-Gemeinde Hüttenberg

Ein Blick auf das Thermometer: 2°, es ist kalt, aber es sind immerhin Plusgrade. Die Wolken am Himmel haben Löcher, so dass immer wieder die Sonnen durchkommt: „Danke Herr, dass du die Gebete erhört hast.“ Und doch machen sich Gedanken breit, wie viele Bikerinnen und Biker kommen, trotz dieser Kälte nach Hüttenberg?

Um 8:30 starten meine Frau und ich Richtung Gemeindehaus. Die letzten Vorbereitungen müssen noch getroffen werden: Schilder aufstellen, dann Kaffee kochen, Bänke und Tische aufbauen, Pavillons aufstellen, Teile des Mittagessens vorbereiten…

9:30: Die Band trifft ein, die letzten Soundchecks werden gemacht – und der erste Biker aus dem nördlichen LDK-Kreis trifft schon ein. Wie sich später herausstellte, ist er mit 84 (!) Jahren der älteste Teilnehmer bei dem Gottesdienst.

Noch eine Stunde bis zum Gottesdienst. Dann geht es Schlag auf Schlag. Eine schwere Maschine nach der anderen rollt auf den Hof bzw. als der vollgestellt war, in angrenzende Höfe, die uns als Parkplätze zu Verfügung gestellt wurden.

Wie sehr hat uns Gott beschämt: Rund 50 Maschinen standen letztlich da – auch etliche von unseren Freuden des CMA (Christian Motocyclist Association).

Mit der mittlerweile üblichen Verspätung von 15 Minuten sind wir denn in den Gottesdienst „Born to be wild“ gestartet. Wieder führten die beiden Opas, Hans-Martin Kuhl und Armin Konrad durch das Programm.

Die Band, zusammengestellt aus Musikern der umliegenden Gemeinden, heizte den Besuchern ordentlich mit ihrer fetzigen Musik ein.

In einem Interview mit Klaus Schmidt lernten wir den Referenten kennen. Klaus Schmidt ist seit November 2015 der Direktor der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland. Seine Begeisterung für das Motorrad, die er von Jugend auf hat, war ihm deutlich anzumerken. Deshalb fiel auch die Wahl auf das Thema für den Gottesdienst „Born to be wild“ – Geboren, um frei zu sein.

Diesen Freiheitsgedanken nahmen wir auch mit hinein in den interaktiven Teil des Gottesdienstes. Galt es mit einem ferngesteuerten Auto durch einen Schotterplatz, über eine Wippe das Auto letztlich in einer Karton-Garage einzuparken.

Von 2 Liedblöcken wurde die Predigt von Klaus Schmidt umrahmt. Zunächst betrachtete er den Gedanken der Freiheit, der in diesem Lied „Born to be wild“ steckte. Was ihn zu der Frage führte „Born to be…“ – „Geboren wozu?“.

Motorradfahren macht Spaß – viel Spaß stellte Klaus Schmidt fest. Für die unterschiedlichen Anforderungen stellen die Konstrukteure das entsprechende Modell zu Verfügung. Mit einem Tourenmotorrad fährt man nicht durchs Gelände und mit einer Geländemaschine kann man keine Trial Parcours fahren.

Wer entscheidet, wozu wir auf der Welt sind? Das ist die zentrale Frage. Die Antwort kann nur lauten: Der Schöpfer – der Konstrukteur weiß, wozu er uns gebrauchen will. Und aus dem „Born to be“ wird dann ein „Born to do“.

Nach den Informationen zu dem weiteren Ablauf hieß dann erst einmal stärken. Das Mittagessen war fertig. Es gab „Riesenfrikadellen“ mit Paprika und Pusztasalat dazu noch Weißbrot.

Um 13:30 ging es dann auf die Piste. Die Temperaturen waren soweit angestiegen, dass es richtig angenehm war zu fahren. Über 90 km führte uns die Rundtour durch das schöne Hessen.

Wieder zurück in Hüttenberg gab es frischen Kaffee und Kuchen, den die fleißigen Helferinnen und Helfer für uns vorbereitet hatten.

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Der größte Dank aber gilt unserem Schöpfer, der mit uns war. Der uns bewahrt hat vor Unfällen, der den Tag erst möglich gemacht hat, der das richtige Wetter geschenkt hat…

Armin Konrad

 

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